27.01.2026 Tief "LEONIE" bringt Schnee und Glätte
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Bereits in der Nacht auf gestern brachte Tief "LEONIE" vielen Teilen
von Deutschland Schnee und Glätte. Neuschnee gab es vor allem in
einem breiten Streifen von Ostwestfalen über Hessen, östliches
Baden-Württemberg, Thüringen bis in die Westhälfte Sachsens. Von der
Lausitz bis nach Berlin gab es Regen. In Berlin gefror der Regen und
gestern Morgen kam dort der Straßenbahnverkehr durch vereiste Oberleitungen
zum Erliegen. Auffällig viel Schnee akkumulierte auch
in Mittelhessen. In Gießen konnten 11cm, auf dem Hoherodskopf (743m)
gar 27cm Neuschnee registriert werden.
Bei einer Vb-ähnlichen
Wetterlage bildete sich auf der Nordseite der Alpen ein Leetief. Es
verlagerte sich weiter nordwärts und leitete vom Allgäu bis
Werdenfelser Land über Südhessen bis Franken eine Gegenstromlage
ein. Dabei wurde auf der Westseite aus Norden erwärmte Polarluft
nach Süden geführt und an der Ostflanke gelangte milde
Mittelmeerluft nach Norden. Im weiteren Verlauf setzte sich auch im
Osten wieder die kältere Luft durch.

heute

Wetterlage gestern
19.01.2026 Kalt mit eisigem Wind...
Am 16.1. ging das Tauwetter mit dem Aufzug vom Böhmischen Nebel aus
Osten zu Ende. Der Nebel in Verbindung mit Frost und dem
unangenehmen, starken Wind führte zu kräftiger Reifbildung an Bäumen
und Sträuchern. In der 2. Tageshälfte kam gestern die Sonne zum
Vorschein und das Weiß der "erstarrten" Landschaft kam toll zur
Geltung. In Verbindung mit dem Restschnee ist es nun wieder
winterlich. Durch den beißenden Südostwind fühlen sich die
Temperaturen allerdings nochmal eisiger an...
Auch wenn es kalt weitergeht
ist zum Leid der Wintersportler zumindest kurzfristig nicht mit
deutlichen Neuschneezuwachs zu rechnen.
Quelle: Andreas Petzold
Die Natur ist erstarrt


Quelle:Webcam J.Weissflog
10.01.2026 Sturmtief "Elli" bringt deutschlandweit verbreitet eine Schneedecke bis ins Flachland
Das Sturmtief "Elli" führte aus Südwesten nicht nur feuchte, sondern auch milde Luft nach Deutschland. Dabei konnte die milde Luft die vorherrschende Kaltluft jedoch nur teilweise ausräumen. Es bildete sich eine Luftmassengrenze (LMG) diagonal über der Nordosthälfte. Südwestlich davon gingen die, oft zunächst als Schnee fallende Niederschläge, von Schnee in Regen über. Je weiter die Warmfront sich nach Osten verlagerte, desto langsamer kam sie voran. Zu stark hielt die im Nordosten lagernde Kaltluft mit einem weiteren Tief über Osteuropa dagegen. So erreichte der Niederschlag von "Elli" zunächst nicht mehr die Teile nordöstlich etwa einer Linie von Schleswig-Holstein über Berlin zur Lausitz. Die nachfolgende Kaltfront schloss rasch den Warmsektor, so dass später auch in den südwestlichen Landesteilen der Regen wieder in Schnee übergehen konnte. Dort sank die Schneefallgrenze von kurzzeitig rund 1000m wieder zunehmend bis ins Flachland. Der häufig schauerartig verstärkte Schneefall brachte für einige Regionen lange, in den vergangenen Jahren nicht mehr erreichte Schneehöhen: Beispielsweise wurden im Raum Hannover (Station: Herrenhausen) sogar 35cm registriert. Trotzdem gab es insbesondere in den Tieflagen von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg noch schneefreie Regionen. Gleichwohl werden in den Bergregionen wintersporttaugliche, wenn auch keine außergewöhnlichen Schneehöhen verzeichnet. An unserer Station liegen nun rund 35cm. Über das Wochenende bleibt es kalt, teils mit strengem Frost. Zu Wochenbeginn unternimmt der Atlantik den nächsten Warmluftvorstoß. Dann wird sich jedoch die Milderung deutlicher durchsetzen können. Zumindest in den tieferen Lagen wird das folgende Tauwetter den Schnee wieder größtenteils abschmelzen.
Faszinierende Aufnahmen vom Fichtelberg (Quelle:Maddin):
Fichtelberggipfel


Schneeberge an unserer Station:
Die Schneehaufen wachsen...
Wetterlage (Quelle:DWD):
LMG gestern
Prognose für Milderung am 13.Januar
30.12.2025 Erst stellenweise Glatteis, dann Neuschnee
Nach den Weißen Weihnachten mit einer dünnen Schneedecke von 1 bis
2cm gab es von Vorgestern bis gestern Morgen durch etwas Sprühregen
stellenweise gefährliches Glatteis. Bereits am Vormittag ging der
Niederschlag dann in Schneeschauer und am Nachmittag und in der
Nacht in Schneefall über. Bis heute Mittag konnte sich eine
Schneedecke von immerhin 11cm ausbilden. Auch tagsüber blieb es mit
Temperaturen meist zwischen -5 und -6°C frostig kalt. Ursächlich war
eine nordwestliche Strömung, welche zwischen einem Tief über
Skandinavien und einem Hoch nördlich der Britischen Inseln kältere
Luft zu uns führte.
Trotzdem wird der Monat Dezember in der Summe
deutlich zu mild ausfallen. Zur Freude der Wintersportler sind die
Aussichten für die nächsten Tage jedoch winterlich.
Neuschnee

Wetterlage
23.12.2025 Ziemlich sicher doch noch "Weiße Weihnachten"
Ausgangs der Nacht und besonders am späten Mittag gab es nun doch
geringe, schauerartig etwas verstärkte Schneefälle, welche zusammen
mit den Reifablagerungen vom gestrigen Eistag uns heute noch einen
kleinen Winterzauber bescherten. Da es auch oberhalb von gut
700m weiter bei dauerfrostigen Temperaturen blieb, konnte sich eine
Schneedecke bilden. Da es bis zum 2. Feiertag frostig, nachts sogar
teils bis -10°C kalt werden soll, sind "Weiße Weihnachten" nun im
oberen Erzgebirge sehr wahrscheinlich geworden. Vermutlich wird es
an
den beiden Feiertagen recht sonnig und das schöne Wetter lädt zu
Aktivitäten im Freien ein. Ein eisiger Ostwind ist allerdings mit
von der Partie.
Zum Jahreswechsel deuten einige Modelle mehr
Niederschläge an, welche möglicherweise endlich zu mehr Schneefällen
zumindest in höheren Lagen führen könnten.
morgens schon angeweißt...
Fichtelberg (Quelle:M.Bloch)
nachmittags

14.12.2025 Weiterhin mild, trocken und ohne Schneedecke
Viel zu mild zeigte sich der Dezember bisher. Die positive
Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittel liegt bei
4,28°C. Damit wird der Dezember auf jeden Fall deutlich zu mild
ausfallen. Dazu ist es auch viel zu trocken. Es sind erst 7,6l/qm in
der ersten Monatshälfte gefallen, was lediglich knapp 11% des
Monatssolls entsprechen. Die Großwetterlage ist trotz gestörtem
Polarwirbel bei uns aktuell äußerst winterfeindlich. Kalte Luft
fließt aus polaren Breiten über Nordamerika und Grönland sowie dem
östlichen Osteuropa nach Süden. Dadurch liegt Mitteleuropa unter
einem warmen Höhenrücken in einer schwachen und milden südwestlichen
Strömung. Diese Wetterlage ist sehr stabil.
Es sind somit die
nächsten Tage keine nennenswerten Niederschläge zu erwarten. Trotz
tendenziell leicht zurückgehenden Temperaturen sind Weiße
Weihnachten folglich unwahrscheinlich. Trotzdem könnte sich die
Wetterlage langsam sukzessive umbauen. Zu Weihnachten würde nicht
nur kühlere Luft aus Ost-/Nordosten einsickern, sondern spekulativ
ein kleines Höhentief ("Kaltlufttropfen") leichte Niederschläge
bringen können. Das ist derzeit die einzige Hoffnung auf eine kleine
weiße Überraschung zu Weihnachten.
Im Glaskugelbereich könnte
sich ein Hochdruckgebiet von den Azoren bis Grönland aufbauen. Das
würde in eine Nordwestströmung über Mitteleuropa münden und wäre
endlich der erhoffte Schneebringer für die Alpen und unser
Erzgebirge... Das Szenario ist natürlich aufgrund des langen
Zeitraumes bislang nur ein Hoffnungsschimmer, aber die Hoffnung
stirbt ja bekanntlich zuletzt.
aktuell herbstlich
Mögliche Entwicklung (Kartenquelle:wetterzenrale.de):
derzeitige Mildlage
kleine Weihnachtüberraschung?
Ende gut, alles gut zum
Jahreswechsel?
02.12.2025 Der Keilberg im Wolkengewand eingehüllt
Nach dem Tauwetter der letzten Tage ist die Schneedecke durchbrochen
worden und es liegen größtenteils nur noch Reste. Gestern wurde es wieder etwas kälter, aber nach frostiger Nacht
war es tagsüber überwiegend sonnig und nennenswerter Neuschnee
ist erstmal nicht in Sicht. Im Gegenteil, zum Beginn der nächsten Woche
sieht es in einer südwestlichen Strömung eher nach knapp 10°C
aus...
Ein faszinierendes Schauspiel gab es heute am Keilberg
von Norden aus zu beobachten: Feuchtmilde Luft überströmte aus
südlicher Richtung den Keilbergrücken und verhüllte ihn in Wolken.
Nach dem Überqueren trocknete die Luft auf der Nordseite im Absinken
ab. Daher lösten sich die Wolken dann auf und erreichten
Oberwiesenthal kaum mehr, während der Keilberg ganztägig von den
Wolken umschlossen blieb. Gleichzeitig schien in Oberwiesenthal oft
die Sonne. Nur der Keilbergturm ragte auch zeitweise aus seiner
Wolkenkappe heraus.

